Aprilwetter Mitte März in Brandenburg

Mitte März – und das Aprilwetter hat sich schon mal warmgelaufen. Es ging weiter mit sonnig-wolkigen Tagen, Regen gab es höchstens in homöopathischen Dosen. Was allerdings zuverlässig blieb: die kalten Nächte. Teilweise mit Minusgraden, sodass der Kamin abends und nachts immer noch treu seinen Dienst verrichtet.

Unsere drei übernommenen Süßkirschbäume stehen auch noch da – einer davon hat vor paar Tagen Bekanntschaft mit meiner „Baumschneidekunst“ gemacht. Ich habe ihn „irgendwie“ beschnitten. So weit man eben rankommt.

Kirschbaum
Geschnittener Kirschbaum im März

Ganz nach dem Motto: „Jedes Jahr mindestens ein Blockhaus“ ging es dann beim netten Nachbarn zur Sache. Vier Tage hat das Ganze gedauert – hauptsächlich, weil der Unterbau gefühlt eine Wissenschaft für sich war. Grosser Dank geht an Bernhard!

Unterkonstruktion
Der Aufbau selbst? Fast schon entspannt.
Wenn die Basis stimmt, steht das Häuschen zu zweit an einem Tag. Naja… zumindest fast.

Dach, Fußboden und der ganze Kleinkram sorgen dann doch dafür, dass es nicht ganz so schnell geht.

Und natürlich – wie sollte es anders sein – spielte das Wetter nicht wirklich mit. Sonne, Wolken, Regen und Graupelschauer im munteren Wechsel. Ergebnis: Die Schweißbahnen fürs Dach warten noch immer auf ihren Einsatz.


Auch im Garten wurde ordentlich gewerkelt. 

Eine der Rosen an der Ponderosa musste radikal dran glauben.
2 Schubkarren voll
Ihr letzter Auftritt: ein sonniger Sonntagmittag und die Feuertonne.

Die abgeschnittenen Kirschbaumäste haben es immerhin noch zu Hackschnitzeln gebracht – ein würdigeres Ende, könnte man sagen.

Dafür zeigt sich die Sonne in den letzten Tagen von ihrer besten Seite.

Die ersten Tulpen öffnen sich,
und man traut sich kaum, es auszusprechen: Es wird tatsächlich Frühling.

Währenddessen tritt die Frau jeden Tag tapfer in die Pedale – 8 Kilometer bis zur Werkstatt. Nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sondern weil die Busverbindung… sagen wir… ausbaufähig ist. In den Ferien wie jetzt kann man es auch einfacher formulieren: Es fährt praktisch nichts. Willkommen im Flächenland Brandenburg. 

Und nach 8 Kilometern bei Minusgraden sehen Handschuhe dann eben so aus, wie sie aussehen…

Dafür geht es unseren gefiederten Mitbewohnern bestens. Die Vögel sind zahlreich unterwegs, und den Storch habe ich neulich endlich mal mit dem Fotoapparat erwischt – direkt in seinem Nest. 

Unser geliebter Storch

Beide sind zurück und scheinen erstmal klar Schiff machen zu müssen. Verständlich, nachdem zwischenzeitlich Gänse dort eingezogen waren.

Bergfinken, Grünfinken und Haussperlinge
Nochmal der Bergfink von vorne
Unser Sonnenschein, Schmatze, die Katze
Wildtulpen an Alwins Grab
Der Sibirische Blaustern und die Wildtulpen bei Alwin waren die ersten blühenden Blumen hier.

Frühling auf Brandenburgisch eben – ein bisschen rau, ein bisschen chaotisch, aber irgendwie genau richtig.