Brennholz, Eiche und der Punkt, an dem man aufhört

Zwei letzte Hänger Eichenholz markieren das Ende vieler Jahre harter Waldarbeit. Ein persönlicher Rückblick über schwere Arbeit, kaputte Rücken, falsche Sprüche und die Einsicht, dass man irgendwann aufhören muss – ehrlich, direkt und ohne Verklärung.

Da liegen sie nun, die letzten beiden Hänger Holz.
Meinem Kollegen und mir wird das langsam zu schwer, sodass wir einvernehmlich beschlossen haben, das Holzholen im Wald zu beenden. Rückblickend auf die letzten acht Jahre gesehen, haben wir ja jedes Jahr etliches aus dem Wald geholt. Damals mitunter drei Hänger an einem Tag … dann wurden es zwei am Tag, und nun sind wir seit geraumer Zeit nach einem vollen Hänger der Meinung, dass das für einen Tag reicht.

Mein Passmann hatte vor Jahren einen sehr schweren Autounfall, und seitdem ist seine Bewegung ohnehin eingeschränkt: bücken, knien, über schulterhoch heben – alles nur schwer den Schrauben in seinem Körper beizubringen. Des Weiteren geht er auch stramm auf die 70 zu, na ja, und ich mit meinen über 60 bin ja nun auch keine 50 mehr. Es ist sehr schwer, sich das einzugestehen, aber irgendwann ist halt Schluss.

Im Februar zerriss ich mir dabei dermaßen den Rücken, dass ich drei Wochen weder sitzen noch liegen konnte. Das mag ich gern nie wieder haben.
Okay, diesmal zeichnete der Förster, bei dem wir den Holzschein bezahlen, uns Bäume an … pff – ich kenne Bäume umlegen nur von YouTube. Also fragte ich einen jungen Nachbarn, der mal Forstarbeit gelernt hat. Was soll ich sagen: Er legte sechs oder sieben Bäume um in weniger als einer halben Stunde um, und das Wichtigste: Sie fielen alle so, wie sie sollten. DANKE, Steve!

Damit es nicht zu einfach für uns ist, sind diese beiden Fuhren Holz natürlich Eiche – Eiche, das schwerste Holz, das ich kenne. Die beiden Hänger voll zu sägen sowie auf- und wieder abzuladen, bekräftigte unsere Entscheidung. Niemand, der die Holzmieten hier stehen sieht, hat auch nur im Ansatz eine Ahnung, was für eine schwere Arbeit dahintersteckt. Da kommt dann immer: „Du hast aber viel Holz“, als ob ich es gekauft hätte und mir jemand zum Stapeln hätte kommen lassen.

Am geilsten sind immer die, die absolut gar keine Ahnung davon haben und vor sich hin tröten: „Holz macht dreimal warm …“
Was für ein Rotz. Dir ist warm beim

  1. Schneiden,
  2. Aufladen,
  3. Abladen,
  4. Spalten,
  5. Stapeln
    und dann natürlich
  6. beim Verheizen.
    So sieht es nun mal aus.

So werde ich wohl meine Beschäftigung mit Holz spalten und stapeln im Januar oder Februar haben.

Da die Klimaanlage im Dakota sehr gut funktioniert und wir damit viel Holz sparen, beschloss die Frau, für die Ponderosa auch so etwas anzuschaffen.

Klimaanlage innen
Klima aussen
Eine Plastikverkleidung der Kabel geht natürlich gar nicht, also selbst n Kabelschacht aus Holz was rumlag gebaut, natürlich mit Bernie, DANKE!

Sie wurde sehr schnell geliefert, und der Anbau gestaltete sich mit meinem Freund Berni als problemlos. Da das Dach der Ponderosa nicht gedämmt ist, heizt man natürlich ein bisschen zum Dach raus, aber für den Übergang ab 10 Grad ist das auch dort echt super – und vor allem wird sie im Sommer die Hütte kühlen können.

Den Katzen geht’s super, der Frau so lala. Sie hat sich vor 3 Wochen wieder einen grippalen Infekt eingefangen, dieser Herbst ist diesbezüglich Mist. Der Körper der Frau entschied sich jetzt spontan, auch mal das neue Corona-Virus auszuprobieren, was die Frau selbst allerdings sehr nervt. Ich meide den Kontakt und ziehe nachts ins LAB – ich mag das gern nicht haben.