Aprilwetter Mitte März in Brandenburg

Mitte März – und das Aprilwetter hat sich schon mal warmgelaufen. Es ging weiter mit sonnig-wolkigen Tagen, Regen gab es höchstens in homöopathischen Dosen. Was allerdings zuverlässig blieb: die kalten Nächte. Teilweise mit Minusgraden, sodass der Kamin abends und nachts immer noch treu seinen Dienst verrichtet.

Unsere drei übernommenen Süßkirschbäume stehen auch noch da – einer davon hat vor paar Tagen Bekanntschaft mit meiner „Baumschneidekunst“ gemacht. Ich habe ihn „irgendwie“ beschnitten. So weit man eben rankommt.

Kirschbaum
Geschnittener Kirschbaum im März

Ganz nach dem Motto: „Jedes Jahr mindestens ein Blockhaus“ ging es dann beim netten Nachbarn zur Sache. Vier Tage hat das Ganze gedauert – hauptsächlich, weil der Unterbau gefühlt eine Wissenschaft für sich war. Grosser Dank geht an Bernhard!

Unterkonstruktion
Der Aufbau selbst? Fast schon entspannt.
Wenn die Basis stimmt, steht das Häuschen zu zweit an einem Tag. Naja… zumindest fast.

Dach, Fußboden und der ganze Kleinkram sorgen dann doch dafür, dass es nicht ganz so schnell geht.

Und natürlich – wie sollte es anders sein – spielte das Wetter nicht wirklich mit. Sonne, Wolken, Regen und Graupelschauer im munteren Wechsel. Ergebnis: Die Schweißbahnen fürs Dach warten noch immer auf ihren Einsatz.


Auch im Garten wurde ordentlich gewerkelt. 

Eine der Rosen an der Ponderosa musste radikal dran glauben.
2 Schubkarren voll
Ihr letzter Auftritt: ein sonniger Sonntagmittag und die Feuertonne.

Die abgeschnittenen Kirschbaumäste haben es immerhin noch zu Hackschnitzeln gebracht – ein würdigeres Ende, könnte man sagen.

Dafür zeigt sich die Sonne in den letzten Tagen von ihrer besten Seite.

Die ersten Tulpen öffnen sich,
und man traut sich kaum, es auszusprechen: Es wird tatsächlich Frühling.

Währenddessen tritt die Frau jeden Tag tapfer in die Pedale – 8 Kilometer bis zur Werkstatt. Nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sondern weil die Busverbindung… sagen wir… ausbaufähig ist. In den Ferien wie jetzt kann man es auch einfacher formulieren: Es fährt praktisch nichts. Willkommen im Flächenland Brandenburg. 

Und nach 8 Kilometern bei Minusgraden sehen Handschuhe dann eben so aus, wie sie aussehen…

Dafür geht es unseren gefiederten Mitbewohnern bestens. Die Vögel sind zahlreich unterwegs, und den Storch habe ich neulich endlich mal mit dem Fotoapparat erwischt – direkt in seinem Nest. 

Unser geliebter Storch

Beide sind zurück und scheinen erstmal klar Schiff machen zu müssen. Verständlich, nachdem zwischenzeitlich Gänse dort eingezogen waren.

Bergfinken, Grünfinken und Haussperlinge
Nochmal der Bergfink von vorne
Unser Sonnenschein, Schmatze, die Katze
Wildtulpen an Alwins Grab
Der Sibirische Blaustern und die Wildtulpen bei Alwin waren die ersten blühenden Blumen hier.

Frühling auf Brandenburgisch eben – ein bisschen rau, ein bisschen chaotisch, aber irgendwie genau richtig.

Zwei frühlingshafte Wochen in Brandenburg

liegen hinter uns. Noch am 21. oder 22. Februar hatten wir nachts minus 10 Grad – nur wenige Tage später, am 26.02., kletterte das Thermometer schon auf +17 Grad. Dazu tagelang Sonnenschein zwischen sieben und zehn Stunden. Unser Kamin durfte tagsüber Pause machen, und im Haus hatten wir trotzdem angenehme 20 bis 22 Grad – mit ein wenig Unterstützung der Klimaanlage.

Die Nächte sind allerdings noch frisch genug, dass der Kamin abends wieder in Gang gesetzt wird.

Krokusse-im-garten
An Alwins Grab sind, wie jedes Jahr, die ersten Krokusse erschienen und blühen in voller Farbenpracht.
eichen-holzmiete
Ich habe die Zeit genutzt, um etwa vier bis fünf Tonnen Eiche zu spalten und eine neue Holzmiete aufzubauen.
Und die Sonnenuntergänge im Frühjahr – die sind nach wie vor spektakulär.

Nun scheint es wieder etwas kälter zu werden.

Storch-in-brandenburg
Den Storch hat das allerdings nicht davon abgehalten, zurückzukehren.

Unser Freundeskreis unter den Vögeln wächst ohnehin stetig.

Selbst Stare – die mittlerweile unter Schutz stehen –
…tauchen regelmäßig an unseren Futterstellen auf.

Schmater, der Kater, streunt inzwischen auch wieder so manche Nacht draußen herum.

…oder hängt mal lässig neben dem Mann auf dem Stuhl rum.
Gartenkatze
Und seine liebste Schmatze sucht sich an sonnigen Tagen gern einen geschützten Platz mitten in den Rosen.

Ich muss dabei oft genau hinschauen, was sie da eigentlich treibt, wenn sie mit Kopf – und vor allem mit den Augen – millimetergenau vor den Rosendornen einparkt.

Nächste Woche werde ich mich wohl um den Schnitt der Kirschbäume kümmern, auch wenn ich damit etwas spät dran bin. Die Rosen wollen ebenfalls gekürzt werden. Die Frau ist ohnehin schon draußen an den Beeten zugange: Zwiebeln und Möhren sind bereits gesät, Tomaten, Chilis und Paprika stehen in der Anzucht.

Währenddessen grassiert in Brandenburgs tierquälerischen Mastanlagen weiterhin die New-Castle-Krankheit – und man tötet und tötet …

Also: Auf ins Frühjahr 2026.

Cheers.

Dauerfrostende in Ost-Brandenburg 2026

Ende Februar 2026 – und nach dem Dauerfrost folgt die Schlammschlacht. Nach zwei Monaten Dauerfrost mit teilweise extremen Minusgraden schmilzt nun der Schnee. Doch der Boden ist so tief gefroren, dass er kein Wasser aufnehmen kann. Das ist schlecht, denn es ist nicht nur der Schnee, der geschmolzen ist – mit den milderen Temperaturen setzte auch Dauerregen ein, der nun auf dem Boden liegen bleibt und alle Wiesen und Wege in kleine Seen verwandelt.

Der Presse kann man entnehmen, dass in Ostbrandenburg wieder in einem Großmastbetrieb für Enten die Vogelgrippe ausgebrochen ist. Die Schuld wird erneut den zurückkehrenden Wildvögeln gegeben, die das Virus angeblich eingeschleppt haben sollen. Als ob Wildvögel in Mastbetriebe einbrechen und sich dort niederlassen würden. Der Mensch ist wirklich das dümmste und perfideste Lebewesen auf diesem Planeten.

Bereits jetzt, am zweiten Tag ohne Dauerfrost, zeigen sich die ersten Tulpenspitzen im Boden. Wir hoffen, dass wir das Gröbste des kältesten Winters seit 16 Jahren hinter uns gebracht haben.

Unsere treuen Winterbegleiter – wie zum Beispiel Kohlmeisen, Rotkehlchen, Tannenmeisen, Blaumeisen, Schwanzmeisen, Amseln, Feldsperlinge und selten auch einmal ein Gartenrotschwanz – lassen es sich weiterhin an unseren Futtersäulen gutgehen. Wen wundert es? Im großen Umkreis unseres Grundstücks kümmert sich außer uns niemand um sie. Es ist schön, sie hier zu haben, auch wenn das natürlich seinen Preis hat: Über 100 Meisenknödel, an die 20 Kilogramm Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und mehr als 20 Kilogramm gemischtes Vogelfutter sind bereits verbraucht.

Die Holzmiete war eigentlich für den kommenden Winter gedacht…
doch ich habe sie nun bereits trocken gestapelt, da der Vorrat für diesen Winter (12 Raummeter) schon aufgebraucht war.
alle alle

Das LAB wird bei extremen Temperaturen mit einem Außenwand-Gasheizer beheizt – ich bin inzwischen bei Flasche Nummer acht angekommen (à 24 € pro Flasche). Und das, wie gesagt, nur um die Hütte innen frostfrei zu halten.

Den Katzen geht es rundum gut. Sobald sich die Sonne zeigt, versucht unsere alte Katze „Schmatze“, einen warmen Sonnenplatz zu ergattern. Insgesamt waren die Monate des Eises wohl auch für die beiden ziemlich anstrengend, denn bei diesem Wetter wollten sie kaum nach draußen.

Die ewige Eiszeit in Brandenburg 2026

Hat sie nun endlich Pause? Seit zwei Tagen gibt es zumindest tagsüber keine Minusgrade mehr. Es fühlt sich fast schon nach Frühling an – wäre da nicht die nach wie vor vorhandene Glätte auf den Wegen.

Hinter uns liegen, man kann es durchaus so nennen, für hiesige Verhältnisse echte Eiszeit-Wochen. Glättewarnungen, Bus- und Zugausfälle sowie zahlreiche Unfälle aufgrund der Witterung prägten den Alltag. Als Kanadier würde man darüber vermutlich nur müde lächeln, denn Dauerfrost um minus 10 bis 17 Grad ist dort nichts Besonderes. Für Deutschland jedoch war es der kälteste Januar und Anfang Februar seit 16 Jahren.

…sogar die Ostsee ist zugefroren..

Neben Glätte und eisigen Temperaturen, zusätzlich befeuert durch einen unangenehmen Ostwind, stellten sich vor jeder Autofahrt neue Herausforderungen. Das gesamte Auto glich einer Eisskulptur: Karosserie und Scheiben waren von bis zu einem Zentimeter dicken Eisschichten überzogen. Nach dem mühsamen Freikratzen der Scheiben folgte direkt das nächste Problem – die Türen waren zugefroren.

Zwar hatte ich die Türgummis zuvor mit Gummipflege behandelt, doch das half zunächst kaum. Meist ließ sich zumindest eine hintere Tür öffnen. Durch diese kroch man dann zum Vordersitz und hoffte, dass die Batterie noch genug Kraft hatte, um den Motor zu starten. Wir hatten Glück.

Das Fahren auf vereisten Straßen war schließlich die nächste Herausforderung. Rückblickend kann man sagen, dass es der mit Abstand schlimmste Monat war, seit wir hier leben. Ein echter Nerv. Und als wäre das nicht genug, ist auch der ursprünglich geplante Holzvorrat für diesen Winter inzwischen aufgebraucht. Zum Glück habe ich in den vergangenen Jahren gut vorgesorgt, sodass wir keine Not leiden müssen. Trotzdem nervt es, Anfang Februar bereits zwölf Raummeter Holz verbraucht zu haben.

Auch die Katzen bekommen langsam einen Lagerkoller. Bei der anhaltenden Glätte blieb selbst der Kater lieber drinnen und beobachtete die Vögel vom Warmen aus im Garten. 

Apropos Vögel: Jeden Tag versammeln sich ganze Schwärme an unseren Futterstellen – das Mindeste, was wir für unsere gefiederten Winterbegleiter tun können.

Nun bleibt nur eines: Wir hoffen und warten auf den Frühling.

Strenger Frost, Kälte in Brb. im Januar ’26.

Väterlicher Frost hat Brandenburg im Griff

Nach einer kurzen Erholungsphase mit 2–3 Grad Celsius plus kam die Kälte in voller Pracht zurück. Aus Osten kommend spricht man von der sibirischen Peitsche: nass, kalt, ungemütlich und alles in Eis verwandelnd.

Wir leben nun im elften Jahr hier, und ich kann mich an einen so kalten Januar nicht erinnern. Es gab bereits 2019 und 2024 frostige Temperaturen, aber nicht so krass wie jetzt.Über den Holzverbrauch zu sprechen, deprimiert ohnehin nur. Wir haben gerade einmal Ende Januar, und der eigentlich für Februar gedachte Vorrat ist bereits vollständig aufgebraucht.

Frostiger Januar in Brandenburg

Die Frau hat in den letzten Wochen drei Pullover fertig gestrickt. Unsere treuen Begleiter im Winter sind die Vögel, die bei uns bleiben und eine Futterröhre nach der anderen verputzen. Manchmal haben wir das Gefühl, es sind hundert und mehr. Ein Tag – und schon muss nachgeladen werden.

Freunde
Rotkehlchen
Hungern muss hier niemand

Die Wetteraussichten bleiben weiterhin gräulich: In den nächsten zehn Tagen sollen die Temperaturen erneut bis auf minus 17 Grad fallen. Ehrlich gesagt haben wir die Schnauze voll von den ewigen eisigen Temperaturen.

Die Frau wird nun langsam mit der Anzucht der ersten Gartenpflanzen beginnen, in der Hoffnung, dass irgendwann wieder mildere Temperaturen – oder gar ein Frühling – kommen. Doch dieser ist weiterhin nicht in Sicht.

Minus 17 Grad in Brandenburg: Winter, Holz und Katzen

Kalt ist es schon im Dezember gewesen. Anfang Januar sinken die Temperaturen von anfänglich –4 bis –7 Grad immer weiter. Tagsüber fällt Schnee. Dann zeigt uns das Wetter, wie es sich bei minus 12 Grad anfühlt, um schließlich bei Dauerfrost um die minus 17 Grad zu enden.

Wir in Brandenburg hatten mit dem Schnee noch Glück – alles halb so wild. Doch der Frost traf auch uns: Schulbefreiungen und Warnungen vor spiegelglatten Straßen, was hier im Dorf sogar dazu genutzt wurde, auf der Straße Schlittschuh zu laufen.

Dauerfrost und leere Holzvorräte
Dauerfrost und leere Holzvorräte

Der Holzvorrat für Januar war somit bereits am 10. Januar verbrannt. Bei diesen Temperaturen verheizt man in einer Gartenhütte pro Tag mehrere Schubkarren Holz.

Die liebe Schmatze bewegt sich bei diesen Temperaturen draußen kaum noch, höchstens ganz selten

Garten-katze-im-schnee
so wie hier..

. Zu kalt für ihre ohnehin steifen Knochen. Der Platz vor dem Kamin ist sehr begehrt, aber Schmatze teilt nicht gerne.

Schmatze, Schmater und der Kamin

Der Kater Schmater nimmt es meist gelassen und ist dann eben auf seinem Eames-Stuhl dauer-niedlich. Tagsüber ist er öfter draußen, um nach dem Rechten zu sehen, nachts ist es drinnen – nach Möglichkeit im Bett jedoch am gemütlichsten.

Der Dauerfrost ist abgezogen, zwei oder drei Grad plus fühlen sich wie Frühling an … sind es jedoch leider nicht. Die nächsten frostigen Tage sollen in etwa einer Woche hier ankommen.

Dez. 2025 – Feuertonne zur Sonnenwende, Corona und Nächte mit –10 Grad

Zur Feier der Sonnenwende gönnte ich mir und dem Garten mal ein Freudenfür. Ab jetzt wird es wieder heller. 

Die Frau brachte danach erstmal Corona aus dem Schulbus mit nach Hause. Wir ergriffen alle Möglichkeiten, eine Ansteckung meinerseits zu verhindern, und schliefen Nächte-lang in der Werkstatt.

Nach 4 Tagen kam es auch in Form von extremem Schüttelfrost über mich. Und ich kann sagen: Das war schon ziemlicher Scheiß Nach einem Tag ging es wieder, Kopfschmerzen kamen und gingen und nach 3 Tagen war es nicht mehr schlimm, außer dass man hustet und mega schlapp ist. Die Temperaturen brachen vor Weihnachten ziemlich ein – nachts –10 bis –13 Grad, tagsüber immer irgendwas unter null … Dauerfrost halt. Mittlerweile haben sich die Temperaturen wieder gemildert und wir leben zumindest tagsüber mit + 2–4 Grad und Sonne scheint auch ab und an. Angeblich laut Presse das wohl kälteste Weihnachten seit 15 Jahren. Den Katzen geht es gut. Der Kater muss tagsüber bei Sonne draußen viel regieren gehen … die 800 Quadratmeter wollen bewacht sein. Schmatze interessiert das alles nicht. Warm muss es sein und keiner soll tagsüber im Bett liegen, da sie unbedingt ihre Ruhe haben möchte.

Zum Jahresende bekamen wir nochmal besuch von meiner Tochter mit Mann und meinem Enkelsohn, es war uns ein Fest. Sylvester verbrachte der arme Schmaterich unterm Bett, das mit dem Geknalle nervte Ihn zu Tode und er hatte Angst. Schmatze relaxte mit Ihrer Schwerhörigkeit vor dem Kamin und verstand die Aufregung des Katers nicht.

Ich wünsche allen Lesern dieses Block ein Tolles 2026 mit viel Gesundheit und Spass!

Brennholz, Eiche und der Punkt, an dem man aufhört

Zwei letzte Hänger Eichenholz markieren das Ende vieler Jahre harter Waldarbeit. Ein persönlicher Rückblick über schwere Arbeit, kaputte Rücken, falsche Sprüche und die Einsicht, dass man irgendwann aufhören muss – ehrlich, direkt und ohne Verklärung.

Da liegen sie nun, die letzten beiden Hänger Holz.
Meinem Kollegen und mir wird das langsam zu schwer, sodass wir einvernehmlich beschlossen haben, das Holzholen im Wald zu beenden. Rückblickend auf die letzten acht Jahre gesehen, haben wir ja jedes Jahr etliches aus dem Wald geholt. Damals mitunter drei Hänger an einem Tag … dann wurden es zwei am Tag, und nun sind wir seit geraumer Zeit nach einem vollen Hänger der Meinung, dass das für einen Tag reicht.

Mein Passmann hatte vor Jahren einen sehr schweren Autounfall, und seitdem ist seine Bewegung ohnehin eingeschränkt: bücken, knien, über schulterhoch heben – alles nur schwer den Schrauben in seinem Körper beizubringen. Des Weiteren geht er auch stramm auf die 70 zu, na ja, und ich mit meinen über 60 bin ja nun auch keine 50 mehr. Es ist sehr schwer, sich das einzugestehen, aber irgendwann ist halt Schluss.

Im Februar zerriss ich mir dabei dermaßen den Rücken, dass ich drei Wochen weder sitzen noch liegen konnte. Das mag ich gern nie wieder haben.
Okay, diesmal zeichnete der Förster, bei dem wir den Holzschein bezahlen, uns Bäume an … pff – ich kenne Bäume umlegen nur von YouTube. Also fragte ich einen jungen Nachbarn, der mal Forstarbeit gelernt hat. Was soll ich sagen: Er legte sechs oder sieben Bäume um in weniger als einer halben Stunde um, und das Wichtigste: Sie fielen alle so, wie sie sollten. DANKE, Steve!

Damit es nicht zu einfach für uns ist, sind diese beiden Fuhren Holz natürlich Eiche – Eiche, das schwerste Holz, das ich kenne. Die beiden Hänger voll zu sägen sowie auf- und wieder abzuladen, bekräftigte unsere Entscheidung. Niemand, der die Holzmieten hier stehen sieht, hat auch nur im Ansatz eine Ahnung, was für eine schwere Arbeit dahintersteckt. Da kommt dann immer: „Du hast aber viel Holz“, als ob ich es gekauft hätte und mir jemand zum Stapeln hätte kommen lassen.

Am geilsten sind immer die, die absolut gar keine Ahnung davon haben und vor sich hin tröten: „Holz macht dreimal warm …“
Was für ein Rotz. Dir ist warm beim

  1. Schneiden,
  2. Aufladen,
  3. Abladen,
  4. Spalten,
  5. Stapeln
    und dann natürlich
  6. beim Verheizen.
    So sieht es nun mal aus.

So werde ich wohl meine Beschäftigung mit Holz spalten und stapeln im Januar oder Februar haben.

Da die Klimaanlage im Dakota sehr gut funktioniert und wir damit viel Holz sparen, beschloss die Frau, für die Ponderosa auch so etwas anzuschaffen.

Klimaanlage innen
Klima aussen
Eine Plastikverkleidung der Kabel geht natürlich gar nicht, also selbst n Kabelschacht aus Holz was rumlag gebaut, natürlich mit Bernie, DANKE!

Sie wurde sehr schnell geliefert, und der Anbau gestaltete sich mit meinem Freund Berni als problemlos. Da das Dach der Ponderosa nicht gedämmt ist, heizt man natürlich ein bisschen zum Dach raus, aber für den Übergang ab 10 Grad ist das auch dort echt super – und vor allem wird sie im Sommer die Hütte kühlen können.

Den Katzen geht’s super, der Frau so lala. Sie hat sich vor 3 Wochen wieder einen grippalen Infekt eingefangen, dieser Herbst ist diesbezüglich Mist. Der Körper der Frau entschied sich jetzt spontan, auch mal das neue Corona-Virus auszuprobieren, was die Frau selbst allerdings sehr nervt. Ich meide den Kontakt und ziehe nachts ins LAB – ich mag das gern nicht haben.

Kranichsterben und eine Kaltfront läuten den Winter ein

Ende Oktober breitet sich die Vogelgrippe aus, die in den Mastbetrieben bei den Kranichen entstanden ist. Diese majestätischen Vögel, auch „Vögel der Herzen“ genannt oder wie ich immer sage, „die Trompeten der Lüfte“, befanden sich auf dem Weg nach Süden und steckten sich auf den Feldern der Mastbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an. Herzzerreißende Bilder von den armen Tieren, die sich nicht mehr in die Lüfte erheben konnten und im Stehen starben, oder die, wenn sie es schafften, einfach im Flug vom Himmel fielen. Ein grausames, von Menschen gemachtes Szenario. In mühevoller Handarbeit – auch von vielen Freiwilligen – wurden Tausende Kraniche eingesammelt, um sie verbrennen zu können. Etliche Mastbetriebe mussten ihre Enten schlachten – ebenfalls Tausende.

Die größte Sorge des Menschen danach war … „Bekomme ich meine Weihnachtsgans trotzdem oder wird sie teurer?“ Der menschlichen Spezies anzugehören, ist in vielen Fällen wie diesem einfach nur zutiefst beschämend.

Nach anfangs wechselhaftem Novemberwetter, das jedoch auch durchaus schöne Tage beinhaltete, zog eine Kaltfront heran, die ihren Namen alle Ehre machte. Es wird echt kalt, tagsüber nur 0–3 Grad, und nachts geht es Richtung -10. Die Katze liebt ihren Kamin, der nun nonstop beheizt wird. 

…ab und an ma am Fenster glotzen gehen ob alles ok ist, geht natürlich auch
Anfang November nutzte ich einen der schöneren und frostfreien Tage, um endlich mal die Terrasse zu bearbeiten und zu streichen – das war mehr als nötig.

Ende Oktober und Anfang November brachte nochmals einen Schwung feinster Bio-Äpfel aus den Gärten rundherum (wir haben leider keinen Apfelbaum). Es ist mir unverständlich, warum es hier Leute gibt, die sich diese verstrahlten Äpfel aus Spanien oder sonst woher kaufen, wenn sie hier überall unbehandelt wachsen. Der Mensch scheint so desorientiert, dass er zu blöd ist, an einen Baum zu gehen und die Äpfel abzupflücken. An jedem Feldweg, der zu einem Wald führt, stehen Obstbäume – ob nun Apfel, Pflaume oder was auch immer… Ich werde es wohl nie verstehen…

Wir haben ja bereits vor Jahren eine Osmose-Reverse-Anlage für unser Trinkwasser eingebaut, da wir dem Wasser hier nicht trauten. Jetzt wurde bei Wasseruntersuchungen auch in Brandenburg Ewigkeitschemikalien (PFAS) in erhöhter Dosis gefunden, was uns in unserer Entscheidung mehr als bestätigt. Seit diesem Herbst nun auch mit einer Remineralisierungskartusche.

Wir sind ja nun seit Saisonende fast allein in dieser Wochenendsiedlergemeinschaft, und die Vögel – Rotkehlchen, Meisen, Spatzen, Elstern, Raben – sind unsere Freunde, die hier bei uns bleiben. Natürlich haben wir überall Futtersäulen aufgehängt, damit es ihnen gut geht.

Unsere Kumpels die uns über den Winter begleiten
Meisenknödel sind sehr beliebt…

Sieht man sich die Nachbargärten an, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Da auch hier der Versandhandel aus China angekommen ist, sind die Gärten voll beleuchtet mit irgendwelchem Plastik-Mist, obwohl niemand da ist. Einfach nur, um die Tiere kirre zu machen? Früher – und das kann man in diesem Blog durchaus nachlesen – gab es noch Igel. Denen ist es aber mittlerweile zu hell, um in den Winterschlaf zu kommen. Wie sagte Einstein mal? „Das Universum und die Dummheit des Menschen sind unendlich.“ Er hatte wohl immer recht.

Die fliegenden Gänse oder Enten machen sich auch langsam mit lautem Abschiedsgeschrei auf den Weg in den Süden… Ich wünsche ihnen von ganzem Herzen eine bessere Reise als den Kranichen.

zwischendurch mal bisschen Rohrbruch, der beseitigt werden wollte..

Am 21.11. entschloss ich mich kurzerhand, zu einer Lesung eines Freundes aus den 1980er-Jahren zu fahren. Geralf Pochop, mit dem ich Anfang der 80er-Jahre Punk in der DDR war, stellte sein zweites Buch „Tanz auf dem Vulkan“ vor. Ich muss sagen, es war ein bisschen wie ein Klassentreffen. Nach über 40 Jahren traf ich nicht nur Geralf persönlich, sondern auch Sheela, Jana, Speiche und Torsten wieder. Es war schon gut! Zumal Geralfs erstes Buch der Stein des Anstoßes war, sich rückblickend mit meiner Vergangenheit zu beschäftigen, was wohl in einem Buch enden wird.

Schmatze und dem Schmaterich geht es super… auch wenn ihnen das lange Drinnen-sein manchmal langweilig ist. Aber wer will bei den Temperaturen schon draußen pennen? (Schmatze schläft sowieso nie.)

Schönheitsschlaf ist wichtig…
Unser lieber lustiger Schmaterich

🌾 Landleben in BRB: Der Sommer ist vorbei – Willkommen im Oktober

☔ Ein Sommer voller Regen und geplatzter Pläne

Zack – August, September vorbei, und schon ist Mitte Oktober.

Dieses Jahr ist – wie schon mehrfach erwähnt – ziemlich durchwachsen. Alle möglichen Dinge, die man sich vornimmt, funktionieren nur teilweise – das Wetter spielt einfach nicht mit.

Der Sommer brachte nur wenige Tage, an denen man von früh bis spät kurzärmlig draußen sein konnte. Wind, Regen und Sonne wechselten sich oft mehrmals täglich ab.

🔨 Sommerprojekte im Regen

Viele unserer Sommerpläne – wie das Streichen der Holzhäuser, Terrassen und Gartenmöbel – versanken buchstäblich im Regen. Trotzdem gab es auch schöne Momente: Abende auf der Terrasse, laue Luft und gute Gesellschaft – zum Beispiel, als unser Besuch aus der Schweiz kam und drei Tage lang Brandenburg erkundete.

 

Unser Besuch, 3 Apfel lang

Unsere gute alte Feuertonne, seit zehn Jahren im Einsatz, bekam dieses Jahr ein Update. Ursprünglich war sie ein alter Bäckerkessel, inzwischen jedoch rostig geworden. Also habe ich sie „tiefergelegt“: Loch ausheben, Steinbett verlegen, Wasserablauf schaffen – fertig.

🍑 Das Gartenjahr 2025: Ein Sommer voller Steinobst

Dieses Jahr war eindeutig das Jahr des Steinobstes. Der Pfirsichbaum hing so voll wie nie – nach vier Wochen konnte ich sie kaum noch sehen (oder essen).

Auch die Kirschbäume müssen dringend beschnitten werden. Einen habe ich immerhin schon geschafft – kleine Fortschritte zählen!

Kirschbaum beschneiden

❄️ Vorbereitungen auf den Winter

Da der Winter (angeblich ein Jahrhundertwinter) bald kommt, hieß es zwischendurch: Schornstein fegen, Kamin auseinanderbauen, alles gründlich reinigen, und wieder zusammenbauen.

Wir haben etliche Hecken im Garten. Und obwohl ich kein großer Heckenschneide-Fan bin, müssen sie ab und an gestutzt werden. Sonst werden sie unten kahl und treiben nur noch oben aus – das will man schließlich auch nicht.

🍄 Pilzsaison, Erinnerungen und Abschied

Die Pilzsaison in Brandenburg wurde von meiner Frau ab Anfang September sehnsüchtig erwartet – und irgendwann ging’s dann tatsächlich los. Dörte musste wieder kiloweise Steinpilze und Maronen trocknen – ein echter Herbstklassiker!

Am 7. Oktober jährte sich zum fünften Mal der Todestag meiner geliebten Bulldogge Alwin, die ich bis heute unendlich vermisse. Und am 8. Oktober verstarb zu allem Überfluss mein Freund Joe nach langer, schwerer Krankheit.

Eine Seele von Hund – was haben wir uns gefreut, wenn wir uns hier trafen. Wir waren die beiden alten Säcke, die sich sofort verstanden.

Lieber Joe – ich werde dich in meinem Herzen behalten. Run free! 🕊️

🌼 Gartenarbeit im Herbst: Wenn Stromkabel und Blumenbeete rufen

Meine Frau hat dieses Jahr im Garten viele neue Blumen gepflanzt – sah wirklich schön aus. Die Chilis gedeihen ebenfalls prächtig, aber insgesamt geht der Garten langsam in den Winterschlaf über.

Einblick ins Gewächshaus

Vor zwei Wochen dann die ernüchternde Erkenntnis: Das Hauptstromkabel der Ponderosa hat den Geist aufgegeben. Also hieß es: Garten aufgraben, Weg aufreißen (ein schön festgefahrener Steinweg …). Was für eine Schufterei!

Nächste Woche wird das Kabel neu verlegt und vom Elektromeister angeschlossen – wieder mal eine Aktion, die nicht geplant war, aber perfekt zu diesem Jahr passt.

Der wilde Wein, der mich sonst nur nervt, zeigt sich jetzt in seinen schönsten Farben – leuchtend rot, kräftig und einfach wunderschön. 🍁

🐾 Katzen, Kamin und kalte Nächte

Den Katzen geht’s gut – auch wenn sich der Schmater ab und zu mal mit wem auch immer prügeln muss. Die Nächte werden mittlerweile ernsthaft frisch – nächste Nacht ist sogar Bodenfrost angekündigt.

Bisher nutzen wir noch die Klimaanlage, die dank unserer Photovoltaikanlage wirklich effizient läuft. Aber heute Abend werden wir wohl den Kamin anwerfen – der Schmatze wird sich freuen. Und wir natürlich auch. 🔥

🌙 Fazit: Ein durchwachsenes, aber lebenswertes Jahr

2025 war bisher ein Jahr voller Regen, kleiner Katastrophen und schöner Momente. Ein bisschen Chaos, ein bisschen Sonne – aber vor allem echtes Landleben in Brandenburg.

Und genau das macht es am Ende doch wieder besonders. 🌾